Occupancy Rate
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Occupancy Rate — Die Occupancy Rate (Auslastungsquote) gibt an, wie viel Prozent der verfügbaren Zimmer belegt sind. Zusammen mit der ADR bildet sie den RevPAR, den wichtigsten Revenue-KPI. Die Kunst liegt nicht in maximaler Auslastung, sondern im optimalen Verhältnis zwischen Auslastung und Preis.
Einfach erklärt
Die Auslastung ist die intuitivste Hotel-Kennzahl: Wie voll ist das Haus? 100 von 200 Zimmern belegt = 50 %. Aber die Occupancy Rate allein ist ein trügerischer Erfolgsindikator.
Warum? Ein Hotel kann 95 % Auslastung haben, und trotzdem Geld verlieren, wenn die Raten zu niedrig sind. Oder 60 % Auslastung und hochprofitabel sein, weil die ADR stimmt. Revenue Management steuert deshalb nie die Auslastung isoliert, sondern immer das Zusammenspiel von Occupancy und ADR = RevPAR.
Für die Analyse ist die Unterscheidung wichtig: Available Rooms = Gesamtzimmer minus Out-of-Order (Renovierung, Defekt). Occupied Rooms = alle belegten Zimmer, inklusive Complimentary und House Use. Die Formel basiert immer auf “available”, nicht auf “total”.
Berechnung
Occupancy Rate = (Belegte Zimmer / Verfügbare Zimmer) × 100
Beispiel: 200 Gesamtzimmer, 5 Out-of-Order → 195 verfügbar. 152 belegt → Occupancy = (152 / 195) × 100 = 77,9 %
Anwendung in der Praxis
Ein Resort erreicht in der Hauptsaison 88 % Occupancy, aber die ADR liegt 15 % unter dem Competitive Set. Der Revenue Manager hat zu aggressiv niedrige Raten gesetzt, um "voll" zu werden. Bei 88 % Occ. und ADR 130 € → RevPAR = 114,40 €. Comp Set: 78 % Occ. bei ADR 165 € → RevPAR = 128,70 €. Dein Hotel hat höhere Auslastung, aber 12,5 % weniger RevPAR.
Raten in der Hauptsaison um 15 % anheben, bewusst 5–8 % Auslastung aufgeben. Erwartung: 80 % Occ. bei 150 € ADR = 120 € RevPAR (+5 € vs. vorher). Restriktionen (MLOS 3 in Spitzenwoche) einsetzen, um Kurzaufenthalte zu reduzieren.
Occupancy sinkt auf 81 %, ADR steigt auf 155 € → RevPAR = 125,55 €. Plus 11,15 € RevPAR oder +9,7 % Umsatz bei weniger Gästen (= weniger operative Kosten).
Relevanz für den Hotelbetrieb
Revenue Management
Occupancy ist eine der drei Säulen (neben ADR und RevPAR), aber nie isoliert betrachten.
Operations
Personalplanung, Housekeeping und F&B-Vorbereitung hängen direkt von der prognostizierten Auslastung ab.
Finance
Auslastung beeinflusst variable Kosten (Reinigung, Bettwäsche, Amenities, Energie).
Sales
Gruppenbuchungen und MICE-Anfragen werden gegen die Einzelreisenden-Auslastung abgewogen.
Typische Fehler & Best Practices
Häufige Fehler
- "Hauptsache voll", Auslastung maximieren, ohne die ADR-Implikationen zu bedenken.
- Occupancy als alleinigen Erfolgsindikator nutzen, ohne den RevPAR-Kontext.
- Out-of-Order-Zimmer nicht korrekt pflegen → verfälschte Auslastungszahlen.
Best Practices
- Immer Occupancy UND ADR zusammen betrachten, der RevPAR zeigt das Gesamtbild.
- Occupancy-Forecast ist die Basis für operative Planung, täglich aktualisieren.
- Benchmarking gegen Competitive Set (STR-Daten): MPI (Market Penetration Index) zeigt die relative Auslastungsperformance.
Nächster Schritt
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Was du zu diesem Begriff wissen solltest.
(Belegte Zimmer / Verfügbare Zimmer) × 100. Verfügbar = Gesamt minus Out-of-Order. Complimentary zählt als belegt.
Stadthotels: 70–85 %, Resorts: 60–80 %. Entscheidend ist die Kombination mit ADR, nicht die Auslastung allein.