Length of Stay — LOS
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- Distribution
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Length of Stay — LOS — Die Length of Stay (LOS), also die Aufenthaltsdauer in Nächten, ist ein zentraler Hebel im Revenue Management. Über MLOS-Restriktionen (Minimum Length of Stay) können Hotels steuern, wer an bestimmten Daten buchen darf. Ziel: Die Kombination aus Auslastung und ADR maximieren, indem Spitzen- und Nebennächte intelligent verknüpft werden.
Einfach erklärt
Ein Gast, der 1 Nacht bleibt, generiert Umsatz für diese eine Nacht, und verursacht die vollen Kosten für Check-in, Check-out und eine komplette Zimmerreinigung. Ein Gast, der 3 Nächte bleibt, generiert 3x Umsatz, aber mit geringeren Kosten pro Nacht (Stay-over-Reinigung ist schneller als Checkout-Reinigung, nur ein Check-in/out).
Aber LOS ist nicht nur ein Kostenfaktor, es ist ein strategisches Instrument. Das Paradebeispiel: Ein Hotel hat am Samstag 95 % Auslastung, am Freitag nur 60 %. Wenn das Hotel für Samstag ein MLOS 2 setzt (Mindestaufenthalt 2 Nächte), buchen Gäste automatisch Freitag + Samstag, die Freitagauslastung steigt, ohne dass die Samstagrate gesenkt werden muss.
Die Analyse der Average Length of Stay (ALOS) nach Segment, Kanal und Saison zeigt, welche Gästegruppen lang bleiben, welche kurz, und wo LOS-Strategien den grössten Hebel haben.
Ein zentrales Spannungsfeld im LOS-Management ist die Balance zwischen Auslastung und ADR: Strenge MLOS-Regeln treiben den Durchschnittspreis, riskieren aber Leerstand, wenn die Nachfrage doch unter den Erwartungen bleibt. Professionelle Revenue Manager überprüfen MLOS-Restriktionen täglich anhand des Pickup-Trends und lockern sie 7–14 Tage vor Anreise schrittweise.
Anwendung in der Praxis
Ein Stadthotel hat an Dienstag und Mittwoch jeweils 85 % Auslastung (Business), aber Montag und Donnerstag nur 55 %. Viele Geschäftsreisende buchen nur Di–Mi.
(1) MLOS 2 für Dienstag bei bestimmten Rate Codes, Gäste müssen Mo+Di oder Di+Mi buchen. (2) LOS-Rabatt: 10 % Rabatt ab 3 Nächten. (3) Corporate-Rate nur ab 2-Nächte-Aufenthalt verfügbar. (4) Analyse: Welche Firmen buchen bereits 3+ Nächte? Gezieltes Sales-Outreach.
ALOS steigt von 1,8 auf 2,3 Nächte. Montagauslastung +15 %. Gesamterlös pro Woche steigt um 8 %, obwohl die ADR leicht sinkt (LOS-Rabatt wird durch höhere Auslastung überkompensiert).
Relevanz für den Hotelbetrieb
Revenue Management
MLOS ist neben Pricing die wichtigste Restriktion, steuert Auslastungsmuster und Gesamtumsatz.
Distribution
LOS-Restriktionen müssen auf allen Kanälen korrekt ausgespielt werden.
Operations
Längere Aufenthalte = weniger Checkout-Reinigungen = effizientere Housekeeping-Planung.
Sales
Corporate-Verträge und Gruppenangebote enthalten oft LOS-Bedingungen.
Typische Fehler & Best Practices
Häufige Fehler
- MLOS zu pauschal einsetzen, ohne vorherige Analyse, ob die Nachfrage das hergibt.
- LOS-Restriktionen im Channel Manager nicht korrekt hinterlegen, OTA-Gäste sehen trotzdem 1-Nacht-Optionen.
- ALOS nicht segmentspezifisch analysieren, der Gesamtdurchschnitt verbirgt die Muster.
- LOS-Restriktionen werden statisch gesetzt, ohne Berücksichtigung der aktuellen Pickup-Lage und Demand-Prognose.
- Minimum Length of Stay (MLOS) wird ohne Tests aktiviert, und vergrault Last-Minute-Buchungen, die das Hotel füllen würden.
Best Practices
- Nachfrage-Pattern analysieren: Welche Tage sind stark, welche schwach? MLOS nur setzen, wo Spillover möglich ist.
- LOS-Restriktionen dynamisch anpassen, nicht statisch für die ganze Saison.
- ALOS nach Segment, Kanal und Wochentag tracken und gegen Vorjahr vergleichen.
- LOS-Strategie pro Saison und Wochentag definieren: MLOS 2 für Donnerstag-Anreise, MLOS 3 für Spitzenwochenenden, kein MLOS in der Nebensaison.
- Automatisierte LOS-Steuerung über das RMS, manuelle Pflege im Channel Manager ist fehleranfällig und träge.
Nächster Schritt
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Was du zu diesem Begriff wissen solltest.
Minimum Length of Stay, eine Restriktion, die eine Mindestaufenthaltsdauer vorschreibt. Verhindert, dass nur Spitzennächte gebucht werden und Nebennächte leer bleiben.
Längere Aufenthalte senken Kosten pro Gast und steigern Gesamtumsatz pro Buchung. Aber: Zu lange Stays mit hohen Rabatten können die ADR drücken.
An Spitzentagen mit erwarteter Vollauslastung, um zu verhindern, dass Einnächter (kurzfristig, oft niedrigere ADR) Übernachter mit höherer Gesamtbuchung verdrängen. Beispiel: vor einem Messewochenende mit erwarteter Vollauslastung Mittwoch–Sonntag wird MLOS 3 gesetzt, damit nur 3+-Nächte-Buchungen angenommen werden.
**MLOS (Minimum Length of Stay)** = Mindest-Aufenthaltsdauer bei Anreise an einem bestimmten Tag. **MaxLOS (Maximum Length of Stay)** = Höchstdauer, oft genutzt um lange Aufenthalte mit niedrigeren Mehrtagesraten an Spitzentagen zu verhindern.